Am 20. September 2003 wurde der langersehnte Traum wahr: Das neue Feuerwehrgerätehaus in der Spessartstraße in Sulzbach konnte seiner Bestimmung übergeben werden.
1995 wurde bei einer Inspektion durch den Kreisbrandrat die dislozierte Unterbringung der Fahrzeuge und Geräte der Sulzbacher Kameraden als unzureichend und nicht mehr zeitgemäß eingeschätzt. Bereits 1996 wurde durch Kommandant Michael Panocha der Antrag auf bedarfsgerechte Unterbringung gestellt. Schon nach zwei Jahren entschied der Marktgemeinderat, nach wohlwollender Prüfung weiterer Standorte, das Gerätehaus am Ortsausgang errichten zu lassen.
In nur ca. zwei Jahren Bauzeit konnte das 1,5 Millionen € teure Feuerwehrhaus fertiggestellt werden. Neben 26 Baufirmen wirkten die Sulzbacher Feuerwehrkameradinnen und -kameraden als „27. Baufirma“ selbst tatkräftig mit. Im April 2000 verpflichteten sie sich zu rund 2.000 Stunden freiwilliger Arbeitsleistung – von 2001 bis 2003 wurden es über 6.000 Arbeitsstunden (!). Die Wehrleute verlegten zum Beispiel 7.500 m Elektrokabel, tapezierten und strichen 800 m² Fläche und erledigten noch eine Vielzahl weiterer Arbeiten, um ihr neues „Domizil“ nach ihren Vorstellungen sowie den gültigen Anforderungen zu gestalten.
Auf einem Grundstück von 2.468 m² wurde ein Feuerwehrgerätehaus nach dem Konzept „der kurzen Wege – hell und freundlich“ geschaffen. Auf rund 1.000 m² Nutzfläche beherbergt es neben einem Verwaltungskomplex mit Einsatzzentrale Umkleideräume, WC und Duschen für Damen und Herren, Schulungs- und Jugendraum, Vereinszimmer, die Fahrzeughalle mit 6 Stellplätzen, einen Übungs- und Schlauchturm, einen befahrbaren Logistikbereich sowie Atemschutz- und weitere Werkstätten.
Kern- und Herzstück ist die Einsatzzentrale, von wo aus alle einsatzwichtigen und hausinternen Funktionen – zum Beispiel die funkgesteuerte, den einzelnen Fahrzeugen zugewiesene Hallentorsteuerung sowie die Hauskommunikations- und Alarmierungsanlage – gesteuert bzw. überwacht werden. Dazu kommen eine platzsparende vollautomatische Schlauchpflegeanlage und eine automatische Abgasabzugsanlage für Fahrzeughalle und Werkstatt.
Der „Sankt Florian“ ziert die Fassade des Gerätehauses. Seinen Ursprung hat das Kunstwerk in Bernschlag (Österreich); es wurde vom Künstler Willibald Winkler entworfen und in Sulzbach von Dieter Wagenschwanz angebracht. Im Rahmen einer Feierstunde wurde das Gerätehaus von Pfarrer Norbert Geiger, assistiert von Kaplan Thomas Geuppert, geweiht. Eine Schatulle mit Informationen für die Nachwelt wurde im Grundstein durch die Feuerwehrkameraden Dietmar Seitz und Toni Bischoff eingemauert.